Brautstrauß werfen – eine überholte Tradition?
Man könnte schon sagen, dass der Brautstraußwurf eine Tradition ist, die ein bisschen aus der Zeit gefallen wirkt – schließlich setzt sie voraus, dass Heiraten für alle unverheirateten Gäste ein erklärtes Ziel ist, was heute längst nicht mehr für jeden zutrifft. Für viele steht der Brautstraußwurf deshalb eher für Spaß und ein lockeres Highlight der Feier, ohne dass die ursprüngliche Bedeutung noch wirklich im Vordergrund steht.
Es kommt darauf an, wie man damit umgeht: Manche Paare gestalten den Moment moderner, etwa indem sie den Strauß nicht nur an unverheiratete Frauen, sondern an alle werfen, die Lust darauf haben – ganz egal, ob Mann, Frau, verheiratet oder nicht. Andere lassen die Tradition ganz weg und suchen nach Alternativen, die besser zu ihnen und ihren Gästen passen, zum Beispiel das gemeinsame Pflanzen eines Baumes oder das Verteilen kleiner Sträuße als Geste an die Gäste oder anstelle der Blumen wird ein Plüsch-Vogel-Strauß genommen.
Ob der Brautstraußwurf überholt ist, hängt also davon ab, wie man ihn interpretiert. Solange er für gute Laune sorgt und zum Stil der Hochzeit passt, kann er eine charmante Ergänzung sein – aber es ist definitiv keine Pflicht!
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